Anja Jonas, MdL

27.11.2011

Sozialpolitikerin Anja Jonas würdigt Arbeit von Familienhebammen

Dresden (24.11.2011). Die Landtagsabgeordnete und integrationspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Anja Jonas, hat die Arbeit von Familienhebammen als wichtigen und unerlässlichen Teil des präventiven Kinderschutzes gewürdigt. Zu einem Antrag, den CDU und FDP gemeinsam im Parlament einbrachten, sagte sie: "Gerade für hoch belastete Familien, Familien mit sozialen Problemen, Familien mit gesundheitlichen Schwierigkeiten brauchen Kinder und Eltern häufig Unterstützung, um die ersten Monate und den Umgang mit der neuen Situation zu meistern. Frühe Hilfen und verlässliche Netzwerke ermöglichen für diese Familien aktiven und leicht zugänglichen Kinderschutz.“ Ein Bestandteil der Frühen Hilfe – auch im sächsischen Netzwerk – sind die Familienhebammen, also staatlich examinierte Hebammen mit einer speziellen sozialpädagogischen Zusatzqualifikation.

Video: Hier den Redebeitrag von Anja Jonas im Internet ansehen!

„Der Freistaat hat die Weiterbildung zur Familienhebamme für 40 Hebammen finanziert, weil er die Bedeutung der Arbeit und das Engagement der Familienhebammen erkannt hat und schätzt“, betonte Anja Jonas. Ihren Angaben zufolge unterscheiden sich die die Aufgaben der Familienhebammen vom Hilfsangebot der originären Hebammenarbeit, wie medizinische oder emotionale Betreuung von Mutter und Kind: „Nicht nur, dass Familienhebammen schwangere Frauen, Mütter und Kinder bis zum ersten Geburtstag des Kindes betreuen und damit fünf Mal länger mit den Familien arbeiten als `normale´ Hebammen“, sagte die Sozialpolitikerin. „Familienhebammen haben die Kompetenz, ganz besonders auf die belastenden Lebenslagen einzugehen, sie zu erkennen und angemessene Hilfe zu vermitteln.“

Vor dem Hintergrund, dass der Bund mit finanziellen Mitteln die Familienhebammen stärken will, könne sie die aktuelle Diskussion im Bundesrat zum Bundeskinderschutzgesetz nicht nachvollziehen, betonte Anja Jonas: „Es steht außer Frage, dass die Ausdehnung der originären Hebammenarbeit die Arbeit der Familienhebammen nicht ersetzen kann und ersetzen darf. Klar ist, dass wir zur Sicherung des Kindeswohls nicht beitragen, wenn wir die Aufgaben gegeneinander ausspielen. Stattdessen wollen wir im Interesse unserer Kinder und Familien alle Chancen ergreifen und das Angebot des Bundes zur Stärkung der Familienhebammen nutzen."

Der gemeinsame Antrag von CDU und FDP ''Arbeit der Familienhebammen stärken – Chance für Kinder nutzen'' im Internet


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