Anja Jonas, MdL

02.11.2011

Schütz: ''Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie''

Modellprojekt zu Kita-Öffnungszeiten
Kristin Schütz
Dresden (22.10.2011). Am 1. Februar 2012 läuft das sächsische Modellprojekt "Flexible und längere Öffnungszeiten von Kindertageseinrichtungen" an. Bis 31. Dezember 2011 können sich nun Kindertageseinrichtungen (Krippen, Kindergärten und Horte) bewerben, die Teil der Bedarfsplanung des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe sind und ihre Öffnungszeiten künftig erweitern wollen. Gefördert werden die zusätzlichen Öffnungszeiten in mindestens 40 ausgewählten Einrichtungen mit 50 Prozent der Mehrausgaben für Personal- und Sachkosten je Arbeitsstunde bis zu 15 Euro. Die verbleibenden 50 Prozent sind durch die Kommune oder Dritte, beispielsweise lokale Arbeitgeber, zu übernehmen. Insgesamt stehen für das Modellprojekt pro Jahr 200.000 Euro zur Verfügung.


Dazu erklärt Kristin Schütz, sozialpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:

"Flexible Betreuungszeiten von Kindertageseinrichtungen gewinnen für junge Eltern und Alleinerziehende zunehmend an Bedeutung. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine der wesentlichsten Herausforderung des Alltags. Die Flexibilisierung von Kita-Öffnungszeiten ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg, Sachsen zum familienfreundlichsten Bundesland zu machen.

Mit diesem Modellprojekt kommen wir den Forderungen der Eltern und Alleinerziehenden nach mehr Flexibilität in den Angebotsstrukturen der Kinderbetreuung nach. Viele Berufe erfordern einen variablen Arbeitseinsatz. Nach Schließung der Kita sind berufstätige Eltern oft auf ständige wechselnde Betreuungspersonen für ihr Kind angewiesen. Aber nicht alle Eltern können auf die Hilfe von Babysittern, Bekannten oder Großeltern zurückgreifen. Aus diesem Grund sind Kita-Öffnungszeiten, die sich am Bedarf der Eltern ausrichten, unerlässlich.

Sachsen ist ein modernes Land. Dass unsere sächsischen Familien gern hier leben und ihnen gute Rahmenbedingungen zur Verfügung stehen, dazu wollen wir bis 2014 mit diesem Modellprojekt beitragen. Von guten Kitas, die sich auf die Bedürfnisse der Eltern einstellen, profitieren nicht nur Kinder und Eltern. Sie sind zugleich wichtige Standortfaktoren, die maßgeblich zur Attraktivität unserer Kommunen beitragen.

Ich bin mir daher sicher, dass sich Kommunen als auch Arbeitgeber an dem Modellprojekt beteiligen werden. Gerade auch für kleine und mittelständische Unternehmen, die sich keine eigene Betriebs-Kita leisten können, ist das neue Modell eine gute Chance, sich im Wettbewerb um junge Arbeitskräfte mit anderen, größeren Arbeitgebern zu behaupten."


www.fdp.de