Anja Jonas, MdL

17.10.2011

FDP-Landtagsabgeordnete Anja Jonas kritisiert geplante Frauenquote

„Führungspositionen müssen von den Unternehmen selbst besetzt werden“ Dresden/Markkleeberg (17.10.2011). In der Debatte um eine Frauenquote in der Wirtschaft fordert die FDP-Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis Leipzig, Anja Jonas, dass Führungspositionen von den Unternehmen selbst und ohne staatlichen Einfluss besetzt werden sollen. "Wir sind gegen jede gleichmacherische, interventionistische und dirigistische Gleichstellungspolitik, die in Schubladen denkt“, sagte die integrationspolitische Sprecherin der sächsischen FDP-Landtagsfraktion. Sie kritisiert damit bekannt gewordene Pläne von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (beide CDU), Unternehmen gegebenenfalls per Quote dazu zu verpflichten, den Frauenanteil ihres Führungspersonals zu erhöhen.

Wenn Frauen vom Staat per Quote in die Führungsebene gehievt werden sollen, dann entmündige man die Unternehmen, so Anja Jonas. „Für die sozialdemokratisierten CDU-Frauen von der Leyen und Schröder hat Qualifikation und Kompetenz allein offensichtlich keine Bedeutung mehr. Wenn Frauen allein aufgrund ihres Geschlechts künftig eine Stelle bekommen sollen, dann bedeutet das im Umkehrschluss, dass einem gegebenenfalls besser qualifizierten Mann der Aufstieg wegen seines Geschlechts verwehrt wird, weil die `Männerquote´ schon erfüllt ist.“ Sowohl positive als auch negative Diskriminierung seien Diskriminierung und damit kein Weg, um Stereotype zu überwinden. „Die deutsche Wirtschaft wird angesichts des zunehmenden Fachkräftebedarfs nicht umhin kommen, Frauen und Frauenförderung verstärkt in den Fokus zu nehmen“, prognostiziert die Landtagsabgeordnete. „Für uns gilt: Führungspositionen müssen von den Unternehmen selbst mit dem jeweils besten Kandidaten oder der besten Kandidatin besetzt werden - ohne staatlichen Einfluss."


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