05.06.2010
Markkleeberg (05.06.2010). Mit einem Festakt sind am Sonnabend die ersten Stolpersteine in Markkleeberg gesetzt worden. Initiiert wurde das Vorhaben von Schülern des Berufsschulzentrums 2 Leipzig, die auf diese Weise an die jüdischen Bürger der Stadt, Olla und Ludwig Bamberger, erinnern wollen, die 1942 und 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt umgebracht wurden. Die Stolpersteine gehen ursprünglich auf ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig zurück. Kleine Gedenktafeln werden dabei vor dem letzten selbstgewählten Wohnsitz von Opfern des Nationalsozialismus in den Boden eingelassen.
„Das Schicksal vieler Verfolgter in der NS-Zeit ist noch ungeklärt. Im Rahmen ihrer Arbeit zum Holocaust-Gedenktag 2009 sind die Auszubildenden im Berufsschulzentrums mehrfach mit dem Schicksal der Familie Bamberger konfrontiert worden“, erklärte die FDP-Landtagsabgeordnete und Markkleeberger Stadträtin, Anja Jonas, während der Veranstaltung. Die Schüler entschieden sich schließlich, einen Teil ihres Preisgeldes vom Wettbewerb „Schule der Toleranz 2009“ in die Stolpersteine zu investieren. Gunter Demnig selbst verlegte die Gedenktafeln am Sonnabend vor dem ehemaligen Haus von Olla und Ludwig Bamberger. In der Hauptstraße 3 hatten die beiden ihren letzten Wohnsitz, bevor sie verschleppt wurden.
„Es ist wichtig, dass dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte und die Opfer nie in Vergessenheit geraten“, sagte Anja Jonas. „Die Stolpersteine sollen uns immer wieder daran erinnern, dass wir wachsam gegenüber Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sein müssen. Ich bin sehr froh darüber, dass die Auszubildenden des Berufsschulzentrums mit ihrem Engagement gezeigt haben, dass wir in einer demokratischen Gesellschaft leben und ihnen die Gräueltaten der Nazis auch heute nicht egal sind.“
Erste Stolpersteine in Markkleeberg verlegt
Markkleeberg (05.06.2010). Mit einem Festakt sind am Sonnabend die ersten Stolpersteine in Markkleeberg gesetzt worden. Initiiert wurde das Vorhaben von Schülern des Berufsschulzentrums 2 Leipzig, die auf diese Weise an die jüdischen Bürger der Stadt, Olla und Ludwig Bamberger, erinnern wollen, die 1942 und 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt umgebracht wurden. Die Stolpersteine gehen ursprünglich auf ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig zurück. Kleine Gedenktafeln werden dabei vor dem letzten selbstgewählten Wohnsitz von Opfern des Nationalsozialismus in den Boden eingelassen. „Das Schicksal vieler Verfolgter in der NS-Zeit ist noch ungeklärt. Im Rahmen ihrer Arbeit zum Holocaust-Gedenktag 2009 sind die Auszubildenden im Berufsschulzentrums mehrfach mit dem Schicksal der Familie Bamberger konfrontiert worden“, erklärte die FDP-Landtagsabgeordnete und Markkleeberger Stadträtin, Anja Jonas, während der Veranstaltung. Die Schüler entschieden sich schließlich, einen Teil ihres Preisgeldes vom Wettbewerb „Schule der Toleranz 2009“ in die Stolpersteine zu investieren. Gunter Demnig selbst verlegte die Gedenktafeln am Sonnabend vor dem ehemaligen Haus von Olla und Ludwig Bamberger. In der Hauptstraße 3 hatten die beiden ihren letzten Wohnsitz, bevor sie verschleppt wurden.
„Es ist wichtig, dass dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte und die Opfer nie in Vergessenheit geraten“, sagte Anja Jonas. „Die Stolpersteine sollen uns immer wieder daran erinnern, dass wir wachsam gegenüber Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sein müssen. Ich bin sehr froh darüber, dass die Auszubildenden des Berufsschulzentrums mit ihrem Engagement gezeigt haben, dass wir in einer demokratischen Gesellschaft leben und ihnen die Gräueltaten der Nazis auch heute nicht egal sind.“

